Kokosblütenzucker ist in aller Munde. Es wird als die gesunde Alternative zu Fabrikzucker beworben. Seit ein paar Jahren gibts den Kokosblütenzucker in Reformhäusern und Bio-Läden zu kaufen. Verschiedene Schokoladensorten und andere Süßigkeiten werden damit gesüßt und für teuer verkauft. Viele bevorzugen den Kokosblütenzucker, weil es einen niedrigen glukämischen Index (GI 35) hat und somit den Blutzucker nicht so schnell ansteigen lässt, wie z.B. der Rohrzucker (GI 68) oder auch Honig (GI 55). Für 100 g des „gesunden“ Kokosblütenzuckers werden ca. 2,95 gezahlt. Im Vergleich dazu zahlt man für Honig ca. 0,99 und für Rohrzucker ca. 0,45.

Doch ist Kokosblütenzucker wirklich so gesund wie uns das verkauft wird?

Kokosblütenzucker wird, wie der Name schon sagt, aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnen. Der Hauptbestandteil ist Saccharose, ein Disaccharid, das sich aus Traubenzucker und Fruchtzucker zusammensetzt. Er hat einen malzigen, karamelartigen Geschmack und wird durch Einkochen und Kristallisieren des Nektars gewonnen. Und an dieser Stelle verfliegt der Zauber des hochgelobten Kokosblütenzuckers.

Dr. Bruker (der Autor des Werkes „Zucker, Zucker- krank durch Fabrikzucker“) würde den teueren Kokosblütenzucker direkt hinter Agavendicksaft und braunen Zucker einordnen. Denn mit Vollwertigkeit oder Clean Eating hat der Zucker nichts zutun! Im Herstellungsverfahren wird der Nektar der Kokosblüte stark erhitzt. Ohne das Erhitzen ist das Eindicken nicht möglich. Somit bekommt man den Kokosblütenzucker nicht in Rohkostqualität (obwohl es in der Gourmet-Rohkostszene oft benutzt wird).
Um es in Worten von Dr. Bruker zu sagen: “ Saccharose ist ein chemisches Isolat und frei von Vitalstoffen. Es hat dadurch, dass es aller Begleitstoffe beraubt ist, andere physiologische Wirkung als der in ursprünglichen Lebensmittel enthaltende Zucker.“
Die meisten Vitamine sowie Antioxidantien sind hitzeempfindliche und werden durch den Erhitzungsprozess zerstört. Was bleibt, sind einige wenige Mineralstoffe und Spurenelemente, die bei der verzehrten Menge zu vernachlässigen sind.

Ob einer Kokosblütenzucker benutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Vielleicht möchte einer auf den GI achten oder findet den karameligen Geschmack toll. Doch mit einer gesunden Alternative hat es nichts zutun!
Wer mehr über die Zusammenhänge von Zucker und Krankheiten erfahren möchte, den lege ich „Zucker, Zucker – krank durch Fabrikzucker“ ans Herz.

Nicht vergessen: „….essen und trinken sie nichts, wofür Werbung gemacht wird!“

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