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Ich mag frische Säfte! Sie schmecken spritzig, fruchtig, erfrischend, süß, leicht, kühlend und manchmal auch gesund:-) Aber sie schmecken nicht nur gut, sonder sie liefern auch ganz tolle Stoffe, die unseren Körper gesund und fit machen und erhalten. Ich überlege mir schon seit einiger Zeit einen Entsafter anzuschaffen. Dabei sind folgende Punkte für mich wichtig: die allgemeine Verträglichkeit, Weiterverwendung des Tresters, Zeit- und Arbeitsaufwand und auch der Preis. Für mich muss es kein Multifunktionsgerät sein, sondern der Entsafter sollte ein gutes und sauberes Saftergebnis liefern. Entsafter 1 Ich habe mich für den Slow Juicer entschieden, weil die Saftausbeute bei langsamentsaftenden Saftpressen höher sein soll als bei gewöhnlichen Zentrifugen-Entsafter. Außerdem wird nicht soviel Sauerstoff in den Saft gewirbelt, dadurch bleiben besonders viele Vitalstoffe (z.B. Vitamine, Enzyme, Spurenelemente) erhalten. Beim SlowJuicer wird Obst, Gemüse und Grün zuerst zu einem Brei verarbeitet und dann durch ein Sieb gepresst. Im Endresultat verbleibt noch wenig Fruchtfleisch, das kann bei Bedarf durch ein Sieb gegeben werden kann. Dadurch, dass die Umdrehungszahl recht gering ist (Slowstar 47 U/Min, Excalibur 80 U/Min im Vergleich zu einem herkömmlichen Entsafter ca. 1 000 bis 17 000 U/Min), bleiben die empfindlichen Enzyme erhalten, da keine Erhitzung erfolg. Auch die Oxidation (Verfärben des Saftes) und die Absonderung (Absetzen von Fruchtfleisch) ist geringer. Einigen Autoren zufolge, liefert ein SlowJuicer im Vergleich zu einem Zentrifugen-Entsafter 35% mehr Saft, der 60% mehr Vitamine enthält. Das macht sich an dem Preis bemerkbar. Einen Marken-Zentrifugen-Entsafter könnte man schon für 100,- Euro bekommen, wobei ein SlowJuicer locker das Doppelte oder gar Vierfache kosten kann.

Ich habe 2 Geräte miteinander verglichen: Slowstar und Excalibur. Beide SlowJuicer und Vertikalentsafter, mit Pürierfunktion und der Möglichkeit der Herstellung veganer Milchalternativen. Optisch nahmen sich die Geräte nicht viel, wobei der Slowstar neben dem Excalibur ein wenig sperrig aussieht. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass auch das Presswalzengehäuse und der Deckel dazu minimal aufwändiger zu Reinigen sind. Für den Slowstar spricht allerdings, dass es BPA-frei ist. Entsafter 6 Grüner Saft aus Kohlrabi- und Möhrengrün und Gurke Die Saftausbeute ist bei dem Slowstar minimal größer. So habe ich z.B. aus 182g Kohlrabigrün 79g Saft mit dem Slowstar und 56g mit dem Excalibur bekommen. Die Qualität des Saftes fand ich beim Slowstar besser, da es ein cremiges Mundgefühl hinterließ. Wobei der Excalibur doch noch einige fasern im Saft hatte. Trotzdem habe ich später beide Säfte nochmals durch ein mir dem Slowstar gelieferten Sieb laufen lassen. Insgesamt habe ich bei 1 222 g Pressgut 546 g Saft erhalten. Das Ergebnis finde ich in Ordnung, v.a. weil ich Möhrengrün und Kohlrabigrün nicht anders verwenden würde (da es mir in Smoothies nicht schmeckt). Entsafter 3 Trester: Die Reste des Grüns sind meist faserig und sehr trocken, so dass sie auch nicht weiterverwendet werden können. Das sind auch die Anteile, die unverdaut (z.B. bei Smoothies) ausgeschieden werden. Diese Ballaststoffe in unserer Ernährung haben einen physiologischen Wert. Also sollte nicht ganz darauf verzichtet werden. Eine vollwertige Ernährung mit Lebensmittel wie Vollkorn und viel Frischkost aus Obst und Gemüse liefert genügend Ballaststoffe. Es gibt jedoch Menschen, bei denen Grüne Smoothies schwer im Magen liegen, Säfte aus gleichem Grün sind aber kein Problem. Das ist mir auch aufgefallen. Ich empfand die Säfte als leicht bekömmlich. Jedoch habe ich sehr viele Grüne Säfte ausprobiert, da es Salat und Grün-Erntezeit im eigenen Garten ist. Bei Fruchtsäften kann es sich anders verhalten, da stark zuckerhaltige Säfte Probleme bei Menschen mit Verdauungsschwäche verursachen können. Den Trester vom Obst und Gemüse kann man wunderbar wiederverwenden. Es muss nichts weggeschmissen werden. Man kann einen Müslikuchen oder Brot machen, Muffins oder Brownies. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Dazu wird der Trester entweder sofort verwendet oder er kann 1-2 Tage in einer luftdicht verschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auch das Einfrieren funktioniert gut. Es braucht aber zusätzliche Zeit, um den Trester vor dem Verwenden wieder aufzutauen.

Pflanzendrinks: Laut Herstellen können beide Entsaften Nussdrinks herstellen (die als gute Milchalternative für veganer und gesundheitsbewusste gelten). Den Versuch habe ich mit Mandeln und Haselnüssen gewagt. Obwohl die Mandeln über Nacht eingeweicht wurden, kam der Excalibur zum stocken. Nach einigen Sekunden ging nichts mehr, weder vor- noch rückwärts. Ich musste das Gerät auseinanderbauen. Schade um die Mandeln. Einen zweiten Versuch habe ich damit nicht unternommen. Der Slowstar ist gut damit zurechtgekommen und das Ergebnis war überraschend gut. Bisher habe ich Milchalternativen mit dem Vitamix gemacht und war sehr zufrieden damit. Der Vorteil mit dem Slowstar ist, dass der Rest (Mandelmehl) gut ausgepresst wird. Es ist wenig feucht und kann im Kühlschrank einige Tage gelagert werden. Die Reste von Mandeln/Nüssen kann man sehr gut in Kuchen, Plätzchen oder Rohkostsüßigkeiten verwenden.

Fruchteis: Der Slowstar hat den Vorteil, dass man damit auch Eis herstellen kann. Die gefroren Früchte werden püriert (mit einem Pürieraufsatz). Wenn man keinen Hochleistungsmixer besitzt, finde ich das eine super Möglichkeit ein leckeres und gesundes Eis herzustellen. Entsafter 4 Beide Geräte haben auch eine Pürierfunktion, die ich nicht ausprobiert habe (außer für das Eis beim Slowstar), da ich dafür ein anderes Gerät nehmen würde.

Reinigung: Beide Geräte lassen sich ähnlich auseinanderbauen und abwaschen. Ich habe nach der Entlastung von Blattgrün, das sehr faserig und fest ist und damit schwieriger zu entfernen ist, max. 6 min gebraucht (Auseinanderbauen, Abwaschen und Abtrocknen). Bei Obst und Gemüse geht es schneller (2-3 min). Wenn man regelmäßig größere Mengen Saft macht (ab 1l) lohnt sich der Aufwand.

Nachteile für das Entsaften:

  • das Pressgut muss in kleine Stücke geschnitten werden, damit es in den Einfülltrichter passt
  • das Pressen dauert etwas länger als mit einem herkömmlichen Zentrifugen-Entsafter
  • für die Reinigung wird etwas Zeit benötigt
  • nicht alle Vitalstoffe werden aufgenommen (im Vergl. zu Smoothies)

Fazit: Ich war mit den Geräten recht zufrieden. Der Excalibur macht gute Säfte, ist platzsparend und leicht zu reinigen. Leider ist er mit den Mandeln nicht zurechtgekommen und damit kann man kein Eis herstellen. Der Slowstar macht super Säfte, kommt mit Mandeln und Nüssen zurecht und mach Eis. Leider ist er dafür etwas teuerer, ist minimal aufwendiger zu reinigen und hat einen extra Pürieraufsatz, das auch verstaut werden muss. Wer eine kleine Küchen oder viele Gerätschaften hat, versteht den letzten Punkt. Frische Säfte sind lecker! Und nicht zu vergleichen mit dem pasteurisierten Säften aus dem Supermarkt (egal ob bio oder nicht- alle werden hocherhitzt, das dient dem Abtäten aller Bakterien und dadurch längerer Haltbarkeit). Sie sind gesund, weil sie und Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Pflanzenstoffe und andere Vitalstoffe liefern. Wer also sich entschließt regelmäßig frische Säfte zu trinken, sollte unbedingt sich über die verschiedenen Geräte informieren und austesten. Und sich ein Gerät aussuchen, das zu seinen Bedürfnissen passt.

Meine Tipps für leckere und gesunde Säfte:

  • Fügt ein kleines Stück Ingwer den Säften zu (Vorsicht während der Schwangerschaft). Ingwer ist ein Superfood und hat viele positive Eigenschaften
  • Am Besten frisch verzehren. Aufbewahren im Kühlschrank funktioniert auch, doch es büsst an Geschmack, Vitaminen und Enzymen ein.
  • Achtet auf die Qualität der Lebensmittel! Sie sollten mindestens Bio-Qualität haben, am besten Demeter oder aus eigenem Garten.
  • Säfte, sowie Smoothies sollten gekaut und langsam getrunken werden. Nicht einfach runterkippen, denn der Körper braucht etwas Zeit, um die Verdauungssäfte zu produzieren.

Zum Wohl!

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